Einwand: CDs speichern Information doch auch!

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Das Bild zeigt eine CD-Oberfläche, auf der der beschriebene Bereich optisch sogar erkennbar ist.
Man kann den beschriebenen Teil sogar mit bloßem Auge auf der Oberfläche der CD erkennen…

Von Befürwortern der Homöopathie wird häufig darauf hingewiesen, dass man durch eine chemische Analyse nicht herausfinden könne, ob eine CD bespielt sei oder nicht, beziehungsweise nicht ermitteln könne, was darauf gespeichert ist.

Mit diesem Vergleich soll ein wesentlicher Vorbehalt der Kritiker der Homöopathie entkräftet werden. Man bestreitet auf Seiten der Homöopathen zwar nicht, dass schon ab einer vergleichsweise niedrigen Potenz beim Verdünnen und Verschütteln in der Lösung kein Wirkstoff mehr enthalten ist, aber der Vergleich mit der CD zeige angeblich, dass diese chemische Betrachtung ganz offensichtlich nicht ausreichend ist, das ganze Geschehen zu verstehen.

Zweifellos trifft es zu, dass man durch eine chemische Analyse eine bespielte nicht von einer unbespielten CD unterscheiden kann. Denn in der Betrachtung fehlt ein wesentlicher Teil, nämlich die Struktur der Oberfläche, die beim Brennen der CD aufgebracht wird und in der die enthaltene Information gespeichert ist. So wie das Brennen der Information auf die CD ganz augenscheinlich unabhängig von deren chemischer Zusammensetzung ist, so soll dies auch im Lösungsmittel möglich sein, wenn der Wirkstoff durch die Verdünnung daraus verschwunden ist.

Mit dieser Analogie wird unterstellt, das Wasser habe ähnliche Eigenschaften wie die CD und könne in seiner Struktur auf irgendeine Art und Weise ebenfalls Informationen speichern. Die Analogie ist aber kein Nachweis dafür, dass dies wirklich so ist. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall:

Während eine CD als Festkörper ohne weiteres eine aufgeprägte Struktur über sehr lange Zeit sogar mit einer gewissen Widerstandsfähigkeit gegen Zerstörung speichern kann, fehlt diese Eigenschaft einer Flüssigkeit völlig. Man versuche, mit einem beliebigen Stift auf der Oberfläche von flüssigem Wasser etwas zu schreiben. Was bei einer CD mit einem geeigneten Stift ohne weiteres gelingt, erweist sich bei einer Flüssigkeit als unmöglich. Die Strukturen (Wassercluster), die Wasser tatsächlich ausbildet, sind von derartig extrem kurzer Lebensdauer, dass eine Speicherung von Information auch nur über winzigste Bruchteile von Sekunden unmöglich ist.

Quintessenz: Die Aussage, man könne durch eine chemische Analyse nicht unterscheiden, ob auf einer CD Daten gespeichert sind, ist zwar zutreffend, aber die damit implizierte Behauptung, im Wasser seien die Verhältnisse ähnlich, ist falsch. Die CD ist ein völlig ungeeignetes Modell, die Vorgänge beim Potenzieren zu veranschaulichen und funktioniert somit nicht als „Beweis“ für die Homöopathie.

-> Mehr dazu auch auf unserer Homöopedia Seite.


Bild von OpenIcons auf Pixabay

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